20.01.2010 | Meldungen
Bürgerdebatte um Minarett-Bau unter fragwürdiger Inszenierung
Frank Franz

Am 19.01.2010 fand in der Kultur-Halle in Wehrden die angekündigte Bürgerdebatte um den Wunsch der Türkisch-Islamischen Gemeinde statt, ein Minarett und Kuppeln auf die Wehrdener Moschee zu bauen. Die NPD-Fraktion im Völklinger Stadtrat lehnt dieses Vorhaben ab.

Schon zu Beginn dürfte so mancher Teilnehmer über die bemerkenswerte Teilnehmerzahl überrascht gewesen sein. Der zunächst spärlich aufgestellte Stuhlkreis musste um ein Vielfaches erweitert werden. Weil die Besucher bis zur letzten Minute in den bereits vollen Saal drängten, begann die Veranstaltung mit etwas Verspätung.

Für Überraschung sorgten die Veranstalter dann, als bekannt gegeben wurde, mit Kindergarten ähnlichen Spielchen zu versuchen, die Meinung der teilnehmenden Wehrdener einfangen zu können. Bunte Kärtchen mit vorgefertigten Halbsätzen sollten nun ergänzt werden. Bemerkenswert, dass die Leitung der Veranstaltung nicht Willens oder nicht in der Lage war, die Forderung einer Teilnehmerin zu erfüllen, doch das quantitative Ergebnis bekannt zu geben. Jedem Teilnehmer sollte jedoch aufgefallen sein, dass die Gegenstimmen die der Befürworter um ein Vielfaches überstiegen.

Genervt von der langwierigen Prozedur hatten einige Bürger die Versammlung verlassen, was sicherlich ebenso einkalkuliert war. Anders ist ein derart unprofessioneller Versammlungsablauf nicht zu erklären. Und trotzdem schien es nun bergauf zu gehen, denn es begann die offene Diskussion. Zumindest teiloffen, denn nur Bürger aus Wehrden hatten das Vergnügen, ihre Meinung zum Bauvorhaben äußern zu dürfen.

Als aber auch das gewählte Mitglied des Völklinger Stadtrates und Vorsitzender der NPD-Fraktion, Frank Franz, das Wort ergreifen wollte, kam es zu beispielgebenden Zwischenfällen. Ein Türke ließ es sich nicht nehmen, dem ablehnenden Auditorium pauschal das Prädikat „Pack“ aufzudrücken, woraufhin ein tiefes Raunen durch die Reihen der Teilnehmer rauschte.

Hierzu sagte der Stadtverordnete im Stadtrat Völklingen und Ortsvorsitzende der NPD Thorsten Kreis:

„Das habe ich noch nicht erlebt. Dass man als gewähltes Mitglied eines Stadtrates von einem Nicht-Deutschen als Pack bezeichnet wird. Ich finde das unerträglich. Es gehört sich nicht, irgendjemanden so in einer direkten Debatte zu bezeichnen. Das zeigt bereits die mentale Verfassung dieser Leute, die ich in meiner Stadt nicht möchte. Völklingen hat genügend Probleme. Wir brauchen nicht auch noch gewaltbereite Türken, vor denen unsere Bürger Angst haben müssen.

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich die Türken in Völklingen oder sonst wo jemals als Pack bezeichnet hätte. Das darf er von mir aus denken. Es gehört aber zum Anstand, dass man solche, auch in dieser Aggressivität vorgebrachten Äußerungen unterlässt. Ich war aber beeindruckt, dass die anwesenden Bürger dieses Verhalten trotz und vielleicht wegen meiner Parteizugehörigkeit, mit deutlicher Ablehnung quittierten.“

Die NPD-Fraktion im Völklinger Rathaus wird noch diese Woche die erste Serie einer Faltblatt- und Werbekampagne zum Thema in Wehrden starten.

Es ist wichtig, dass auch Sie Ihre Ablehnung direkt zum Ausdruck bringen. Schreiben Sie dem Oberbürgermeister der Stadt Völklingen und machen Sie deutlich, dass Sie dieses Minarett nicht wollen.

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Kein Minarett in Völklingen
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